DENK MODELL RAUM – STRUKTUR

„Etwas vom Eindrücklichsten an der Musik Johann Sebastian Bachs ist, sagt man, ihre
„Architektur“. Ihr Aufbau wirkt klar und durchsichtig. Es ist möglich, die melodischen,
harmonischen und rhythmischen Elemente der Musik im Einzelnen zu verfolgen, ohne
das Gefühl für die Komposition als Ganzes, in der alle Einzelheiten ihren Sinn finden,
zu verlieren. Eine klare Struktur scheint dem Werk zugrunde zu liegen, und folgt
man den einzelnen Fäden des musikalischen Gewebes, so ist es möglich, die Regeln,
die den konstruktiven Aufbau dieser Musik bestimmen, zu ahnen. Konstruktion ist die
Kunst, aus vielen Einzelteilen ein sinnvolles Ganzes zu formen...Im Akt des Konstruierens
liegt für mich der eigentliche Kern jeder architektonischen Aufgabe. Hier, wo
konkrete Materialien gefügt und aufgerichtet werden, wird die erdachte Architektur Teil
der realen Welt.“ Peter Zumthor
Das Wesen des architektonischen Raumes zeigt sich im Raumerlebnis, Raumtheorie
und räumliches Dasein. Der Raum wird dabei nie subjektiv sondern durch objektive
Strukturen erfahren. Struktur (lat.: structura = Zusammenfügung, Ordnung; Bauwerk:
struere = aufbauen, aneinanderfügen) bedeutet die Zusammenfügung einzelner Teile
(Elemente, Formen, Räume, Bauteile) zu einem Ganzen und deren erkennbare Beziehung
zueinander.
Raumthesen der Moderne werden auf ihre strukturellen Eigenschaften analysiert, abstrahiert
und im Denkprozess weiter transformiert um erneut zur Raumbildung zu gelangen.
Die Arbeit am Modell in Karton, Holz, Gips, Beton...hilft uns Strukturen auf ihre
objektiven und sinnlichen Qualitäten zu überprüfen.
TERMINE

donnerstags, 09:30-13:00 Uhr 

1.Termin
Donnerstag, 7. April 2016, 09:30 Uhr

Ort
K1, Raum 6.07

PRÜFUNGSDATEN
BACHELOR PO 2009
22640, 22650, 22930
 
BACHELOR PO 2013
22930
 
MASTER ARCHITEKTUR UND STADTPLANUNG PO 2013
48090  Architektur und Kommunikation
 
Art/Umfang der Prüfung
studienbegleitend
 
Lehrpersonen
Attila Acs