Akademie für zeitgenössischen Tanz Ljubljana

Das Spielen ist ein grundlegendes Bedürfnis des Menschen. Nachdem wir uns am Institut vor einem Jahr im Seminar theoretisch mit diesem Phänomen beschäftigt hat, greift der Entwurf das Thema wieder auf. Etymologisch leitet sich der Begriff vom althochdeutschen „Spil“ für „Tanzbewegung“ ab. Im Tanz lassen sich verschiedene Kategorien, die in der Spielwissenschaft unterschieden werden, wiederfinden: Mimikry für das Schauspiel und Ilinx für den bewusst gesuchten Zustands des Rausches. Räume für zeitgenössische Tanzformen zu bilden, wird Aufgabe des Entwurfs sein.

Ljubljana ist eine Stadt, deren baugeschichtliche Spuren sich bis in die römische Antike verfolgen lassen. Geprägt durch unterschiedliche politische und wirtschaftliche Entwicklungen entstand ein reichhaltiges bauliches Erbe, das die lange Tradition als kulturelles Zentrum widerspiegelt. Seit der Unabhängigkeit Sloweniens zu Beginn der Neunziger Jahre sind neue Strömungen hinzugekommen, die eine groІe Vielfalt in der heutigen Gesellschaft erkennen lassen.

Inmitten der vielschichtigen urbanen Struktur und in unmittelbarer Nähe zu bereits existierenden Einrichtungen soll die Akademie für zeitgenössischen Tanz das bisherige kulturelle Angebot erweitern. Tanzsäle für die Ausbildung, Seminarräume und ein groІer Saal für Aufführungen sind in Balance zueinander und zu den Bedingungen des Ortes zu bringen.

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