Sanctuaries

Mit “Sanctuaries“ betitelt wurde ein 2003 von K. Michael Hays herausgegebenes Buch über die letzten Werke John Hejduks (1929-2000), in deren Zentrum der Entwurf einer mit Lichtkanonen gespickten Kapelle und viele kunterbunte Engeldarstellungen standen. Hejduk war gewiss einer der originellsten Zeichner und einflussreichsten Architekturlehrer seiner Generation. Mit Colin Rowe gehörte er in den 1950ern den “Texas Rangers“ an, die als Vorläufer der amerikanischen Postmoderne angesehen werden können. In späteren Jahren war er gemeinsam mit Peter Eisenman und Richard Meier auch Mitglied der Architektengruppe New York Five. Hejduks Hauptinteresse galt nicht dem Bauen. Mehr lag ihm daran, den zeitgenössischen Architekturdiskurs mit seinen lyrischen und mythischen Visionen zu inspirieren. 
Angesichts der Tatsache, dass viele unserer Abschlussarbeiten im konzeptionellen Master eine deutliche Tendenz zum “Spirituellen“ aufweisen, wollen wir die Suche der Studierenden nach den religiösen und philosophischen Zufluchtsräumen unserer Zeit mit Blick auf John Hejduk – also mit Phantasie und mit Witz – untersuchen und architektonisch ausfabulieren.
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