GRENZE (und ihre Überschreitung)

„Das Gestalten geschieht im Abgrenzen als Ein- und Ausgrenzen. Hierbei kommt der Raum ins Spiel. Er wird vom plastischen Gebilde besetzt, als geschlossenes, durchbrochenes und leeres Volumen geprägt. Bekannte Sachverhalte und dennoch rätselhaft.“ (Martin Heidegger Die Kunst und der Raum)

Die ureigene Aufgabe der Architektur ist das Errichten und Ordnen von Räumen.

Abgrenzen ist das Grundprinzip der Raumbildung. Architektur könnte man auch bezeichnen als die Kunst der Grenzziehung. Die Eigenschaft der Grenze entscheidet über das Wesen des Raumes.

Die Grenze deutet philosophisch auf das Ende und den Beginn von etwas hin. Der architektonische Raum entlehnt sich phänomenal der Grenze, die zur Wesensbestimmerin des Raumes wird. Durch eine „harte“ Grenze entsteht erst Innen und Außen. Der Innenraum erfährt jedoch seinen Sinn, wenn er mit dem Außenraum verbunden wird und die Grenze durchbrochen wird. Das Wesen von „weichen“ Grenzen sind Schwellen und Übergänge, wodurch das architektonische Vokabular mit dem Begriff des Zwischenraumes erweitert wird. Raumhierarchien enstehen.

Raumerlebnis und Raumwahrnehmung funktioniert durch Bewegung im Raum. Bewegung im Raum passiert durch stetige Überschreitung von Grenzen.

Historische und zeitgenössische Bauten werden auf ihre „Grenzen“ geprüft, analysiert und miteinander verglichen. Die Erkenntnisse aus der Analyse werden im Denkprozess weiter transformiert, um in kleinen Übungen erneut zur Raumbildung zu kommen.

TERMINE

donnerstags, 09:30 - 13:00 Uhr

1.Termin
Donnerstag, 18.10.18, 09:30 Uhr

Ort
Raum 7.17

PRÜFUNGSDATEN
Bachelor PO 2013
22931 Raumkonzeptionen 2
 
Bachelor PO 2015
22931 Raumkonzeptionen 2
 
Master Architektur und Stadtplanung
48081 Räumliche Phänomene
 
max. Teilnehmeranzahl
10 BA-/MA-Studierende
 
Art/Umfang der Prüfung
Seminar
 
Lehrpersonen
Attila Acs