Wohnhochhäuser für München

Nach jahrelanger politischer Tabuisierung wird in München seit kurzem unter dem Druck der notwendigen Nachverdichtung wieder eine Hochhausdebatte geführt. Im Besonderen betrifft dies die Frage, wie stadträumlich sozial und ökologisch verträgliche Wohnhochhäuser dazu beitragen können, dem sich dramatisch zuspitzenden Mangel an bezahlbarem Wohnraum in München entgegenzuwirken. Die Flüchtlingsströme nach Deutschland, explizit in dessen Großstädte, verstärken dabei lediglich das auch ohne diesen Aspekt vorhandene Problem.
Stadtplanerisch führt dies zur Aufgabe, ein Konzept für das gesamte Stadtgebiet zu entwickeln und Orte zu identifizieren, die sich für die Errichtung von Hochhäusern eignen. Welche Höhe an welchem Ort denkbar und politisch vertretbar ist wird dabei ebenso entscheidend sein, wie die Dimension des Grundrisses eines Hochhauses, denn gerade diese bestimmt dessen ökonomische und ökologische Plausibilität.
Hochhäuser gelten aus konstruktiver, brandschutztechnischer und effizienzorientierter Perspektive betrachtet als aufwendig und werden daher zumeist als teure Eigentumswohnungen, bezahlbar für wenige, errichtet. Das Entwurfsprojekt stellt die Frage nach Wohnhochhäusern die diese Defizite aufheben können, indem nachhaltige Konstruktionsmethoden, flexible Grundrisskonfiguration und eine sozialverträgliche Programmierung den Typus zu einem selbstverständlichen Stadtbaustein werden lassen.
 
Der Projekterarbeitung wird eine umfassende, gemeinsam durch die Studenten zu erarbeitende Analyse des Typus Wohnhochhaus vorangestellt. Exemplarischer Standort für das bzw. die Hochhäuser wird ein stadträumlich unbedenkliches Grundstück im Münchner Norden sein.
 
Eine Pflichtexkursion nach München findet am Anfang des Semesters statt.
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