GEWÖHNLICH | ORDINARY | ORDINAIRE

Das Gewöhnliche begegnet uns im Alltag. Es umgibt uns, ohne unsere Aufmerksamkeit zu erlangen. Was passiert jedoch, wenn wir unser Interesse gerade hierauf richten, es analysieren, unter die Lupe nehmen und zur Inspirationsquelle unseres architektonischen Entwerfens erheben?
 
Dieser Frage wollen wir uns im Sommersemester mit den Entwurfsteilnehmern widmen, nachdem die theoretischen, gesellschaftlichen und künstlerischen Grundlagen im letzten Wintersemester durch ein gleichnamiges Seminar erarbeitet wurden.
 
Der Entwurf beginnt mit der individuellen Findung von Orten. In unserer unmittelbaren Umgebung, der Region Stuttgart, richten die Studierenden ihr Augenmerk auf Situationen, an denen man sonst gleichgültig vorübergeht. Zunächst sollen Merkmale und Eigenarten mit verschiedenen analogen und digitalen Techniken identifiziert und dokumentiert werden. Diese werden neben anderen, eigenen Quellen zum Ansatz der architektonischen Eingriffe. Das Programm der hinzugefügten oder erweiterten Architektur ist im Entwurfsprozess zu entwickeln, eine öffentlichkeitsorientierte Nutzung ist zu integrieren.
 
Die offene Arbeitsweise erfordert den Dialog. Nicht nur mit den betreuenden Lehrpersonen, sondern auch zwischen Entwurfspartnern. Wir setzen daher für diesen Entwurf eine Bearbeitung im Zweierteam voraus. Bitte bewerben Sie sich alle einzeln auf die Entwurfsplätze. Sollten potentielle Teams nicht beide Plätze im Vergabeverfahren bekommen, werden wir versuchen, die Restplätze zum ersten Termin mit Entwurfspartnern zu füllen. Gemeinsame und individuelle Exkursionen sind einzuplanen.
ARBEITEN